laufende Projekte:
ALPHANETZWERK - MIKA
Danaida arbeitet im Netzwerk MIKA bestehend aus VHS-Ottakring, VHS-Linz,
Verein MAIZ (Linz), Frauenservice Graz mit. Der Schwerpunkt des Netzwerkes
liegt in der Kompetenzausweitung und Qualifizierung von Lehrenden In
der Erwachsenenbildung und speziell in der Alphabetisierung mit MigrantInnen.
Wir werden dazu in den nächsten Jahren verschiedene Weiterbildungsworkshops
zur Arbeit in der Alphabetisierung mit MigrantInnen, sowie PC-Fortbildung
für TrainerInnen anbieten. Sollten Sie Interesse an diesen Fortbildungen
haben, schicken Sie ein kurzes Mail und wir werden Sie gerne über
die aktuellen Termine auf dem Laufenden halten.
Anmeldung: Tel:
(0316) 71 06 60, danaida@aon.at
Projektwebsite: www.netzwerkmika.at
Küchengespräche
Seit 1994 finden
einmal im Monat gemeinsame Koch- und Kommunikationsnachmittage, die
sogenannten "Küchengespräche" statt. Ziel dieser
Veranstaltungen ist es, die interkulturellen Kontakte zwischen in- und
ausländischen Frauen, aber auch zwischen ausländischen Frauen
verschiedener Herkunftsländer zu fördern.
Das Kennenlernen
anderer Kulturen ist eine interessante und wichtige Erfahrung. Der persönliche
Kontakt zwischen Frauen unterschiedlicher Herkunft vermittelt uns einen
besseren Zugang zu anderen Ländern und Lebensweisen und ermöglicht
dadurch den Aufbau und Austausch interkultureller Kontakte.
Ein wichtiger Aspekt
dabei ist, dass die Rollen der Lernenden und der Lehrenden diesmal vertauscht
werden: hier sind die Migrantinnen die Expertinnen, die den Österreicherinnen
Wissen vermitteln. Es ist sehr interessant, die verschiedenen Speisen
mit ihren oft hierzulande unbekannten Zutaten auszuprobieren. Durch
das miteinander Kochen kann man mit anderen Frauen in engeren Kontakt
treten und so in Gesprächen und durch Tipps auch "Geheimnisse"
entdecken, die frau im Kochbuch allein nicht finden kann.
Den Abschluss unserer Nachmittage bildet ein gemeinsames Essen der zubereiteten
Köstlichkeiten und ein gemütliches Zusammensein.
Radfahrkurse
Migrantinnen sind unserer Erfahrung nach meist auf öffentliche
Verkehrsmittel angewiesen oder abhängig von Familienangehörigen,
die über Autos verfügen. Dadurch ist ihre Mobilität eingeschränkt
und oftmals auch sehr zeitaufwendig. Mit dem Fahrrad können viele
Wege - vor allem kürzere- wesentlich schneller zurückgelegt
werden als mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Nach unseren bisherigen Erfahrungen ist Fahrrad fahren eine Fertigkeit,
die vielen Erwachsenen als schwer erlernbar erscheint. Wie bei anderen
Lernprozessen geht es auch hier um das Erwerben und Kombinieren von
Teilfertigkeiten (lenken, treten, Gleichgewicht halten etc.). Am Anfang
sieht das alles sehr komplex aus, sobald frau jedoch einmal fahren kann,
ist alles halb so schlimm und nur mehr eine Frage der ausreichenden
Übung. Da Fahrrad fahren in relativ kurzer Zeit erlernt werden
kann (im Gegensatz zu einer Sprache), bietet es auch ein großes
Potential an Erfolgserlebnissen und kann so das Vertrauen in die eigenen
Lernfähigkeiten und dadurch auch das Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl
der Frauen stärken.
abgeschlossene
Projekte:
INPOWER
Danaida beteiligte sich in den Jahren 2005-2007 an der EQUAL-Entwicklungspartnerschaft
INPOWER, mit dem Ziel das Zusammenleben von Einheimischen und Asylwerbenden
zu verbessern. Dazu wurden in den Mustergemeinden Schäffern und
Riegersburg sowohl Deutschkurse für AsylwerberInnen als auch Workshops
mit den österreichischen und den migrantischen BewohnerInnen durchgeführt.
Als Ergebnis des Projekts entstand ein Handbuch für Gemeinden mit
Hintergrundinformationen und Tipps zum besseren Verständnis der
Situation von Asylsuchenden.
Projekt
MOLI
MoLi – Mothers improve their lifeskills - Migrantinnen lernen
mehr als die Sprache
Projektträger:
Volkshochschule Hamburg-Billstedt
ProjektpartnerInnen:
Österreich: GEFAS Steiermark/ DANAIDA
Griechenland: ERGOMATHISI S.A.
Schweden: City of Uppsala
Niederlande: ROC Aventus
Ziel dieser Projektgemeinschaft
war es, spezifisch notwendiges Wissen und die Sprachkenntnisse von Migrantinnen
mit (Klein)Kindern soweit zu verbessern, dass sie sich leichter mit
den Gegebenheiten ihres Gastlandes auseinandersetzten können.In
der Arbeit wurden gezielt Problembereiche ausgesucht, die für Frauen
mit Migrationshintergrund Hürden im täglichen Leben darstellen
können. Wichtig dabei war nicht ein Überstülpen von Verhaltensweisen,
sondern das Aufzeigen von unterschiedlichen Handlungsmöglichkeiten.
Im Kurs ging es neben einer Verbesserung der Deutschkenntnisse um die
Vermittlung von Kompetenzen, die Migrantinnen mit Kindern im Alltag
etwa bei Arzbesuchen, in Schulfragen oder in kulturellen Belangen unterstützen.
GIVIP
- Girls Video Project
Im
Rahmen dieses Projekts, das vom Zukunftsfonds Steiermark unterstützt
und in Kooperation mit der Medienwerkstatt – Graz durchgeführt
wurde, beschäftigten sich Mädchen und junge Frauen mit vielfältigem
kulturellem Hintergrund (unterschiedliche
Herkunftsländer, Religionen und Muttersprachen) unter Anleitung
der Workshopleiterin mit den Themen: Lebensperspektiven von Frauen,
weibliche Lebensentwürfe, Wünsche und Träume für
die Zukunft. Chancen und Hindernisse zur Erreichung ihrer Ziele und
Wünsche waren dabei naturgemäß ebenso ein Thema wie
Gender Mainstreaming. Als Ergebnis dieses Erfahrungs- und Lernprozesses
wird ein Videofilm mit Inhalten des Workshops unter aktiver Beteiligung
der Migrantinnen produziert.
Nach einer gemeinsamen Präsentation des Videos (Frühling 2008)
kann dieses Video von MultiplikatorInnen in Schulen, Jugendgruppen etc.
als Impuls für Diskussionen, Gesprächsrunden usw. eingesetzt
werden.

Bildungspool
zur Website des
Projekts...
Im Bereich der Bildungsarbeit mit MigrantInnen werden zwar
im Rahmen einzelner Projekte immer wieder Materialien und Methoden neu
entwickelt, verbessert und adaptiert, es gibt jedoch so gut wie keinen
Austausch mit anderen Projekten und Trägern. Zudem scheitert der
Einsatz neuer Technologien oft an den bescheidenen finanziellen Ressourcen
der einzelnen Organisationen. Daher findet im Rahmen dieses Projekts
eine ausführliche Recherche bezüglich der Materialien für
Deutsch als Fremdsprache statt. Materialien und Lernsoftware werden
gesammelt und erfasst.Um den Zugang für Kursleiterinnen, aber auch
für Teilnehmerinnen zu erleichtern, wird in Kürze eine eigene
Website mit den Ergebnissen online gehen. Weiters soll eine Mailingliste
bzw. ein Forum im Internet initiiert und betreut werden, die einen Austausch
von Erfahrungen für alle ermöglichen, die Kurse gestalten,
Materialien entwickeln, aber auch in der Beratung und Betreuung von
Migrantinnen tätig sind.
Das bestehende Angebot an Deutschkursen konnte durch dieses Projekt
sowohl quantitativ als auch qualitativ ausgebaut werden. Die bereits
bisher durch das BMWK unterstützten Deutschkurse können durch
den Einsatz neuer Technologien und zielgruppenorientierter Lernsoftware
bzw. anderer Lehr- und Lernmaterialien effizienter gestaltet und der
Lebenssituation der Migrantinnen besser gerecht werden. Zusätzlich
kann der steigende Bedarf an Deutschkursen für Migrantinnen durch
zusätzliche Gruppen abgedeckt werden. Begleitend zu den Kursen
werden die Erfahrungen dokumentiert, um sie auch anderen AnwenderInnen
oder ErstellerInnen von Lehr- und Lernmaterialien zugänglich zu
machen.
Dieses Projekt wird
finanziell unterstützt von:

Frauenwelten
Migrantinnen Alltagswerkstatt
Das Projekt "Frauenwelten
Migrantinnen Alltagswerkstatt" wurde vom Verein DANAIDA von Herbst
2000 bis April 2001 durchgeführt. Die Finanzierung wurde vom Referat
für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Steiermark übernommen.
Das Hauptziel war die Unterstützung des Austausches zwischen Österreicherinnen
und Migrantinnen, um Vorurteile abzubauen und die Integration zu fördern.
Die Vorbereitung der Themenbereiche erfolgte in Zusammenarbeit zwischen
Kursleiterinnen und interessierten Teilnehmerinnen der Deutschkurse.
Dabei wurden Referentinnen, Texte und Rezepte und die für die einzelnen
Termine ausgewählt. Die Kursleiterinnen moderierten die Veranstaltungen,
da die Migrantinnen sich dies aufgrund ihrer Deutschkenntnisse nicht
zutrauten. Zu jeder Veranstaltung wurde ein Abendtermin für Berufstätige
angeboten, obwohl dieser von einigen Teilnehmerinnen aus familiären
Gründen schlechter wahrgenommen werden konnte. Im Vordergrund jeder
Gesprächsrunde stand das Bemühen um einen regen Kommunikationsaustausch,
um auch die eigene Denkweise zu hinterfragen.
Die Rezepte wurden im Rahmen der DANAIDA - Küchengespräche
zubereitet und in gemütlicher Atmosphäre gemeinsam gegessen.
Das Thema Kindheit, das nach den Erfahrungen in den Deutschkursen eine
interessante Diskussion versprach, bildete den Abschluss der Veranstaltungsreihe
im April 2001.
Die Gespräche entwickelten sich aus den widersprüchlichen
Erfahrungen der hier lebenden Migrantinnen. Viele der ausländischen
Frauen kommen aus ländlichen Gebieten und aus einem völlig
anderen Sozialgefüge als in Österreich. In Österreich
wiederum leben sie häufig isoliert und sprechen wenig Deutsch.
Fragen der Kindererziehung müssen in der Kernfamilie ohne Reflexion
oder Hilfe von außen bewältigt werden, was bei jungen Frauen
oft zu Verunsicherung und Überforderung führt. Gleichzeitig
sehen sie sich damit konfrontiert, dass Kinder in Österreich auch
als Störfaktor gesehen werden oder ausschließlich materielle
Zuwendungen erhalten.
weitere Projekte
werden laufend ergänzt...